Kanzlei Bunse

 

Willkommen auf unserer Webseite

Die Kanzlei Bunse wurde im Jahr 2005 von Herrn Rechtsanwalt Matthias C. Bunse
in Herford gegründet und befasst sich vorwiegend mit den Rechtsgebieten: 


- Verkehrsrecht

- Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht

- Energierecht

- Forderungsbeitreibung

 

Auf Wunsch werden selbstverständlich gerne auch Mandate aus anderen Rechtsgebieten übernommen. Nähere Informationen über das Leistungsangebot finden Sie unter den obenstehenden Links. 

Für weitergehende Informationen und konkrete Anfragen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. 

Bitte nutzen Sie für Ihre Anfragen per Mail das obenstehende Kontaktformular oder wenden Sie sich unter den rechtsseitig stehenden Kontaktdaten an uns.auf der Homepage der Kanzlei

 

290946

Website Version 1.0, Stand 01/2016, MCB.

 

Kanzlei Bunse   Hillewalser Straße 11   32052 Herford

Tel.:  05221/ 275 36 62   Fax.: 05221/ 275 36 49

Mail: info@kanzlei-bunse.de

 

Aktuelles


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06.01.2016

Fiktive Abrechnung bis zum Wiederbeschaffungswert

Wie in der letzten Zeit vermehrt zu beobachten ist, gehen immer mehr Haftpflichtversicherer dazu über, sich bei der Abrechnung eines Unfallschadens auf (fiktiver) Gutachtenbasis auf eine Entscheidung des OLG Hamm (Urteil vom 16. Dezember 2008 zu Az: 21 U 95/08) zu berufen und den Geschädigten auf eine 6-monatige Wartefrist vor vollständigem Ausgleich des Schadens zu verweisen.
Zu Grunde liegt der Entscheidung die Frage, ob bei der Geltend-machung fiktiver Reparaturkosten bis zur Höhe des Wiederbe-schaffungswertes das Gleiche gilt wie bei den 130-Prozent-Fällen.
Konkret war zu entscheiden, ob der volle Schadenersatz von einer gegnerischen Haftpflicht sofort zu zahlen ist oder der Ge-schädigte auf einen Teil seines Geldes sechs Monate warten muss.
Hintergrund der 6-Monats-Frist ist die BGH-Rechtsprechung, wonach ein Geschädigter bei fiktiver Abrechnung für den Anspruch auf die volle Erstattung der Reparaturkosten netto das Fahrzeug nach dem Unfall mindestens 6 Monate weiternutzen und zu diesem Zweck erforderlichenfalls verkehrssicher (teil-) reparieren lassen muss (BGH-Urteil vom 29.04.2008, AZ: VI ZR 220/07).
Bislang war offen, wann in solchen Konstellationen der volle Schadenersatz gezahlt werden muss: sofort oder erst nach der 6-monatigen Weiternutzung. Das OLG Hamm geht davon aus, dass erst nach sechs Monaten gezahlt werden muss, der Geschädigte sich also zunächst mit dem Wiederbeschaffungsauf-wand begnügen muss. Das OLG macht diese Wartezeit nicht an der Fälligkeit fest (die sei sofort gegeben), sondern gesteht der Haftpflicht ein so genanntes Leistungsverweigerungsrecht zu. Eine andere Lösung sei laut OLG Hamm „nicht praktikabel“.



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